7 Haar Mythen im Visier - sind sie falsch oder wahr ?


Hey & Hallo!
Wunderschöne, lange, glänzende und vor allen Dingen gesunde Haare. Danach streben wir wohl alle. Doch für eine schöne Haarpracht kursieren so einige Mythen von denen wir zum Teil bereits von unserer Oma gehört haben. Doch was ist eigentlich dran an diesen Mythen ? Stimmen sie eigentlich ? Oder ist es doch nur veralteter Humbug ? Ich habe mir einmal die größten und bekanntesten Haar-Mythen vorgenommen und habe im world wide web recherchiert um heute mal reinen Tisch zu machen und euch von meinen Recherche-Ergebnissen und auch eigenen Erfahrungen zu erzählen. Vielleicht sind einige unter euch Lesern, die meinen Blog schon seit Anfang an lesen. Denn vor über 5 Jahren war mein Blog alles andere als das was er heute ist. Gestartet in der Blogger-Welt bin ich nämlich tatsächlich damals mit einem Haar Blog, denn ich war immer schon sehr affin was das Thema anging und steckte sogar tief in der Thematik der Inhaltsstoffe drin. Umso mehr freue ich mich natürlich, mal wieder ein Haar-Thema aufgreifen zu können. 



Mythos 1: Die Haare 100x pro Tag bürsten

Dieser Mythos stimmt nicht so ganz. Der Grundgedanke hier hinter ist, dass mehrfache Bürstenstricht das natürliche Fett der Kopfhaut im Haar verteilen und dieses somit allgemein gepflegter aussieht und einen schönen Glanz bekommen. Diesen Effekt erzielt man allerdings bereits nach wenigen Bürstenstrichen. Ein vermehrtes Bürsten bis hin zu 100x pro Tag bewirkt jedoch eher das Gegenteil (kommt aber auch auf die Haarbürste drauf an). Denn wer weiter als ein paar Mal bürstet, der stimuliert die Kopfhaut zu vermehrter Talgproduktion, was die Haare schnell fettig werden lassen kann. Darüber hinaus ist es (je nach Bürste) fast schon schädlich zu viel zu bürsten, da das Haar bei jeder mechanischen Einwirkung durch Bürsten, Kämme und Co strapaziert wird: Es wird gedehnt, kann porös werde, Spliss begünstigen und sogar abbrechen. Für das Kämmen bzw Bürsten im Allgemeinen empfiehlt sich daher immer eine Bürste mit besonders weichen Borsten und ohne Knubbel am Ende der Borsten – denn dort können sich die Haare verhaken und beim Bürsten schnell einmal ausgerissen werden. 




Mythos 2: Zu oft Haare waschen ist ungesund

Hier scheiden sich die Geister und ein allgemeines richtig oder falsch gibt es nicht. Allerdings ist es so, dass tägliches bzw zu häufiges Haare waschen nicht gut für die Haare ist. Der Grund ist, dass Shampoo dazu da ist die Haare zu reinigen. Das ist die einzige Daseinsberechtigung die ein Shampoo hat. Pflege kommt anschließend mit der Spülung. Shampoo entfettet dir Haare – und sei es noch so mild oder gar ein Babyprodukt. Das zu häufige entfetten der Haare führt dazu, dass die Kopfhaut mehr und mehr Talg produziert und die Längen trockener werden können. Allgemein empfiehlt es sich die Haare also nicht täglich zu waschen und bei Überbrückungstagen lieber auf einen Dutt bzw hochgesteckte Haare zurück zu greifen – dort sieht man einen (leicht) fettigen Ansatz am wenigsten. Bei der Haarwäsche ebenso darauf achten, Shampoo nur auf der Kopfhaut aufzutragen und nicht in den Längen und Spitzen.  



Mythos 3: Haargummis und Pferdeschwänze sind schädlich für das Haar

Dieser Mythos ist korrekt. Bestimmt habt ihr schon öfters gehört, dass der Übeltäter das Verbindungs-Metallstück an Haargummis ist. Warum ? Da sich die Haare dort sehr schnell verfangen können und super schnell ausgerissen und brechen können. Doch auch Haargummis ohne Metallstück können ganz schön gefährlich sein. Denn wer den Zopf zu streng zieht oder gar Nachts oder Tag für Tag den gleichen Pferdeschwanz trägt und der Haargummi immer an derselben Stelle die Haare quetscht, dann kann das genauso zu Haarbruch führen wie die Haargummis mit Metallstück. Hierfür empfehlen sich zB InvisiBobbles, Papangas oder Haarstäbe um die Haare vor Haarbruch zu schützen. Denn speziell bei den Telefonkabel-Gummis wird unregelmäßig Druck auf die Haare ausgeübt, was dem Haarbruch vorbeugt. Bei Haarstäben ist der Druck auf die Haare quasi sogar fast bei null.


Mythos 4: Blonde Haare wachsen langsamer als braune

Woher dieser Mythos stammt, weiß keiner so genau. Was aber Fakt ist ist, dass es absoluter Quatsch ist. Natürlich sprechen wir hier bei den Haarfarben von der Naturhaarfarbe und nicht von gefärbten Haaren. Das Haarwachstum ist, egal welche Farbe die Haare haben, genetisch vorbestimmt und kann nicht verändert werden. Was allerdings Tatsache ist ist, dass blondes Haar im Allgemeinen feiner ist als braunes und somit mechanischen Einwirkungen nicht so stark trotzen und schneller brechen können. Das wiederrum suggeriert, dass blonde Haare langsamer wachsen.



Mythos 5: Haare wachsen schneller, wenn man sie regelmäßig schneidet

Ein Mythos der höchst wahrscheinlich von Friseuren selbst ins Leben gerufen wurde um Profit zu scheffeln. Denn schon der gesunde Verstand sollte einem klar machen, dass das Haarwachstum von der Haarwurzel ausgeht und nicht von den Spitzen. Die Haarwurzeln bekommen es somit schlichtweg überhaupt nicht mit, wenn die Spitzen unten geschnitten werden. Denn auch hier gilt die Info aus Mythos 4, dass das Haarwachstum genetisch bedingt ist und nicht am häufigen schneiden liegt. Dennoch empfiehlt es sich regelmäßig die Spitzen zu schneiden. Warum ? Die einzelnen Haare wachsen unregelmäßig, sodass eure Spitzen bzw eure Kante sehr schnell ausgefranst und lückenhaft wirken kann. Durch einen frischen Schnitt wirken die Haare sofort wieder fülliger und ein Stück weit gesünder. 


Mythos 6: Kaltes Wasser und Essig sorgen für mehr Glanz

Das stimmt tatsächlich, denn zu heißes Wasser mögen unsere Haare überhaupt nicht. Im warmen Zustand sind die Haare nämlich sehr empfindlich und können beim Durchkämmen auch sehr schnell brechen. Nach dem normalen Haare waschen empfiehlt sich also einmal kaltes Wasser über die Haare laufen zu lassen und diese damit abzuspülen. Wer nicht ganz so hart im Nehmen ist, kann das natürlich auch Kopfüber machen. Das kalte abspülen sorgt dafür, dass die Schuppenschicht geschlossen wird und die Haaroberfläche somit geglättet wird. Und für ein noch glänzenderes Ergebnis könnt ihr es einmal mit einer Essig Mischung versuchen. Quasi gleiches Prozedere nur mit einer 1:10 Essig (zB Apfelessig, Himbeeressig etc) : Wasser Mischung. Das sorgt für den ultimativen Glanz und tut den Haaren auch noch gut. 


Mythos 7: Stress begünstigt Haarausfall

Für mich ist dieser Punkt kein Mythos, jedoch bin ich super oft darauf gestoßen, da es allgemein anscheinend nicht richtig bekannt war. Denn es ist wahr, Stress begünstigt Haarausfall. Im Normalfall verlieren wir bis zu 100 Haare pro Tag! Das ist völlig normal und gilt nicht als Haarausfall, darüber sollte man sich auch nicht weiter Gedanken machen. Es ist jedoch so, dass viel Stress (egal ob in der Arbeit, dem Privatleben oder der Freizeit) sich auf unseren normalen Haarzyklus auswirkt und dies kann verstärkten Haarausfall zur Folge haben. Aber keine Panik, das ist meist nur temporär und reguliert sich von selbst wieder, wenn der Stress nachgelassen hat.  



ELLA MARIA
War für euch etwas neues in der Liste dabei ?
Welche Haar-Mythen würden euch ebenso interessieren ?


1 Kommentar
  1. Beim Thema Haare werde ich immer hellhörig :D
    Ich denke das Waschen selber ist weniger schlimm für die Haare, als die Konsequenzen daraus. Wer zB täglich seine Haare wäscht, setzt sie vermutlich auch öfters Hitze oder anderen "Störungen" aus.
    Super Post!

    Liebe Grüße!
    www.lifeofmissg.com

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